Mittwoch, 30. Mai 2007

Nachtrag zum letzten Post:
Ich spiele jetzt mit eingehakten linken kleinen Finger - rechter Zeigefinger. Irgendwie werden die Hände damit etwas mehr zur Einheit.

Und ein wichtiger Hinweis: Den Schläger viel viel lockerer halten!!!
Wieder ein Mittwoch. Wieder 2h Trainig.
Zuerst 40 Minuten am Chipping Grün geübt. Der Schwung dürfte passen, zumindest gabs dazu nix vom Pro. Problem ist eben das Eisen 7 das ich spiele dass für kurze Chips nicht unbedingt ideal ist. Aber der Schwung liegt mir und mit einem Wedge schaut das Ganze dann sicher besser aus.

Anschliessend 20 eher ernüchternde Minuten am Putting Green. Durch den Regen der letzten Tage war das Green ungewohnt langsam und so war fast alles zu kurz. Das Ziel mit 2 Putts immer im Loch zu landen war etwas schwierig. Tip vom Pro: Die Linie am Ball und am Putter müssen beim Ansprechen passen. Immer die Linie am Ball verwenden und sich nicht durch die perspektivische Verzerrung täuschen lassen. Im Zweifelsfall Schlag abbrechen und den Ball noch mal ausrichten.

Also Frust raus blasen und ab auf die Driving Range. Anfänglich ganz gute Schläge die aber immer schlechter wurden :-(
Den Ball zu oft getoppt. Die Koordination Hüfte, Arme, Schultern lässt noch sehr zu wünschen übrig. Aber darüber zerbreche ich mir jetzt mal weniger den Kopf und warte auf meine neuen Schläger deren Schaft ein halbes Inch länger ist. Hoffentlich passts dann besser. Jetzt muss ich entweder zu sehr in die Knie gehen oder mich zu stark nach vorne beugen. So oder so wird der Schwung nicht einfacher. Nach 40 Bällen - der Automat gibt mittlerweile nur mehr 20 statt 24 Bälle aus (letzte Woche waren es noch 22) - bin ich noch einmal aufs Putting Green und jetzt liefs viel besser. Höhepunkt ein sicherlich glücklicher aber von der Linie sehr sicherer 20m Putt quer übers Grün. Dann noch 8 Löcher im Kreis gespielt, mit jeweils 2-3 Putts.

Ärgerlich dass der Kompressor zum reinigen der Schuhe wieder einmal um 20.00 Uhr ausgeschaltet war. Ein Kompressor kann problemlos über Nacht am Strom bleiben, wird deswegen nicht schneller kaputt. Und ich war nicht der einzige der wiederholt mit verklumpten Schuhen heim gehen musste.

Die Literatur ist gut und im Trockentraining sehr hilfreich. Jetzt muss ich mir einen Trainigsplan zusammenstellen, ein paar Übungen die ich jedes Mal spiele.

Donnerstag, 24. Mai 2007

Gestern war also wieder Training an der Reihe. Mein Fanatismus kennt offensichtlich keine Grenzen weil ich mir extra ein Auto ausgeborgt habe um zum Platz zu kommen, nachdem mein Renault ein Kühlerleck hat :-(

Geübt wurde wieder mal chippen - ohne besonderen Tipps vom Pro.
Beim Putten habe ich auf Empfehlung den linken Zeigefinger wieder "eingefahren". Und dafür den rechten ausgestreckt. Overlapping Griff, oder so ähnlich heißt das. Alle Löcher am Übungsgrün mit jeweils 2 Schlägen versucht. Statistischer Ausreißer nach oben war ein versenkter 10m Putt aber dann gabs auch einige 1m Putts die knapp nicht gefallen sind.
Bei Abschlag versuche ich nun beim Rückschwung den linken Arm leicht nach links zu rotieren um auf halber Bewegung die linke Handfläche senkrechter zu haben. Ist eigentlich eine natürliche Bewegung - irgendwann bald hoffentlich.

Morgen kommt mein Amazon Packerl und mit der passenden Literatur kann ich hoffentlich mein Fachwort-Repertoire und mein Übungsprogramm verbessern.

Sonntag, 20. Mai 2007

Aller Anfang ist bemerkenswert

Irgendwann im alten Jahrtausend gab es eine Firmenfeier in der Krieau. Bei der Gelegenheit durften die geschätzten MitarbeiterInnen ein wenig Golf schnuppern. Also stellte auch ich mich damals dazu und verlangte einen Schläger. Auf die Frage rechts- oder linkshänder antwortete ich mit dem Selbstbewusstsein mehrerer Jahrzehnte Rechtshändertum: rechts.

Groß war dann die Überraschung als ich mich zum Schlag aufgestellt habend bemerken musste, dass der Schläger in die falsche Richtung schaut. Der Pro, von allen Seiten bestürmt, meinte kurz angebunden, ich solle mich einfach anders rum hinstellen, linke Hand oben, rechte Hand unten und schon passt wieder alles. So leicht war es dann aber doch nicht. So verkehrt herum war das schwingen alles andere als natürlich, ganz zu schweigen von elegant oder treffsicher. Also gings zurück zum Schuppen um einen Schläger für Linkshänder zu holen. Schon das war kein einfaches Unterfangen, aber zumindest wurde ich von der Auswahl nicht erschlagen ;-)
Am Platz war ich dann der einzige Linkshänder was zur ein oder anderen blöden Bemerkung der feierlaunigen Arbeitskollegen führte. Schon damals hätte mir klar werden müssen, dass es Linkshänder am Golfplatz nicht einfacher haben. Nach einer Stunde mehr oder weniger herumblödeln wurde dann noch bis spät in die Nacht gefeiert und es wundert mich wie (vermeintlich) gut ich mich noch an diesen ersten Golfversuch erinnern kann.

Von da an mussten mal ein paar Jährchen ins Land ziehen bis ich wieder am Golfplatz landete um mich für einen Schnupperkurs einzuschreiben. (Wie es dazu genau kam schreibe ich vielleicht ein anderes Mal.) Und seit damals, vor ca. 3 Wochen, beschäftigt mich dieses linkshänder Thema doch massiv. Kein Wunder wenn man ständig beim Lesen, zuhören und ansehen von Golf related stuff umdenken muss. Ich bin neugierig wann ich das erste Mal beim Autofahren rechts blinke und dann aber links abbiege. Ich hoffe da steht dann niemand im Weg.

Golf mit Links hat also nichts mit Tipps und Tricks zu tun die dir im handumdrehen ein besseres Handicap verschaffen, sondern erzählt von den Abenteuern vulgo Trainings eines Noobs (richtiger wäre angeblich Rabbit, allerdings bin ich weder Eminem noch verbinde ich mit Rabbit sonst irgend etwas positives also bleibe ich bei Noob oder ähnlichen Begriffen aus dem mir vertrauteren Geek-Universum) und seinem Kampf gegen das rechte Establishment wie es sich in Büchern, Videos und sonstigen Ratgebern etc. präsentiert. Teil einer Minderheit sein - wie fühlt sich das an?